KFZ Zulassung

Kfz-Zulassung im Überblick

Mit dem Autokauf ist es leider nicht getan: Fahrzeughalter brauchen bekanntermaßen eine Kfz-Zulassung, bevor sie mit ihrem fahrbaren Untersatz am Straßenverkehr teilnehmen dürfen. Ob nun auf dem Ordnungsamt oder der örtlichen Zulassungsbehörde – etwas Papierkram ist notwendig, bis das Auto mit den gültigen Kfz-Kennzeichen ausgestattet ist. Hier alles Wissenswerte zu den wichtigsten Fragen rund um die Fahrzeugzulassung.

  • Vereinbaren Sie einen Termin bei der Zulassungsstelle und bringen Sie die nötigen Unterlagen wie z. B. Versicherungsbestätigung und Zulassungsbescheinigung mit.
  • Bei einem Umzug ist seit 2015 die Kennzeichenmitnahme möglich. Dies gilt auch bei einem Fahrzeugwechsel.
  • Die Gebühren bewegen sich je nach Service zwischen circa 10 und 35 Euro.
Fahrzeugschein nachder KFZ Zulassung
(c) iStock / Stadtratte

Betriebserlaubnis: Diese Unterlagen sind erforderlich

Für die Kfz-Zulassung ist immer die jeweilige Zulassungsbehörde vor Ort zuständig – häufig ist sie ein Teil des Ordnungsamtes. Eine kurze Online-Recherche gibt Auskunft über die richtige Anlaufstelle. Ausschlaggebend ist übrigens immer der Hauptwohnsitz des Autobesitzers. Vielerorts gibt es online die Möglichkeit, einen Termin für die Zulassung des Kfz zu vereinbaren. Die meisten Zulassungsstellen listen zudem auf ihrer Internetseite auf, welche Unterlagen für die Fahrzeugzulassung benötigt werden. Üblicherweise sind das:

  • Personalausweis oder Reisepass inklusive Meldebestätigung
  • eVB-Code als Versicherungsbestätigung
  • Zulassungsbescheinigung II mit CoC-Papier
  • SEPA-Mandat für den Einzug der Kraftfahrzeugsteuer

Falls der Fahrzeugtyp nicht von einem Mitgliedsstaat der EU genehmigt wurde, ist zusätzlich eine sogenannte Einzelgenehmigung erforderlich, die besagt, dass das Kfz den Bauvorschriften entspricht. Bei Gebrauchtwagen verlangen einige Zulassungsstellen zudem den Kaufvertrag.

Wer die Kfz-Zulassung nicht persönlich beantragen kann, darf einer Vertretung eine Vollmacht erteilen. Zusätzlich zu diesem Schreiben ist dann eine Ausweiskopie des Vollmachtgebers notwendig, der Bevollmächtigte muss außerdem bei der Anmeldung des Kfz seinen Ausweis vorlegen.

Kennzeichenmitnahme: Seit 2015 möglich

Nach einem Umzug in einen anderen Landkreis beziehungsweise einen anderen Zulassungsbezirk ist eine Ummeldung des Kfz vorgeschrieben. Seit dem 1. Januar 2015 haben es Fahrzeughalter allerdings bezüglich der Nummernschilder etwas leichter: Seitdem ist eine Kennzeichenmitnahme möglich. Auch wer sein Kraftfahrzeug wechselt, darf die alten Kfz-Kennzeichen auf das neue Fahrzeug übertragen. Dies muss der neuen Zulassungsbehörde mitgeteilt werden. Zudem muss der Fahrzeughalter die Zulassungsbescheinigung Teil I vorlegen, um die Daten entsprechend berichtigen zu lassen.

Gebühren für die Kfz-Zulassung

Die Kfz-Zulassung ist mit Gebühren verbunden. Diese sind allerdings nicht bundesweit geregelt, können also variieren. Im Sommer 2016 kostete beispielsweise die Zulassung eines Neufahrzeugs in Hamburg 27,60 Euro. Ein Halterwechsel innerhalb des Zulassungsbezirks kostete für ein zugelassenes Fahrzeug 19,90 Euro. Für ein Kurzzeitkennzeichen mussten Fahrzeughalter 10,50 Euro zahlen, für ein Ausfuhrkennzeichen 34,60 Euro. Die Beantragung eines E-Kennzeichens ist laut Fahrzeugzulassungsverordnung ebenfalls möglich, in Hamburg lagen die Kosten zuletzt bei 10,20 Euro. Auch ein Wunschkennzeichen ist mit Kosten verbunden: Die Vorreservierung kostete in Hamburg Mitte 2016 2,60 Euro zusätzlich betrug die Gebühr für die Nummernschilder selbst 10,20 Euro.